Start für Forschungsprojekt SolnetPlus

Solare Wärmenetze im Fokus: Mit dem Überreichen des Förderbescheids gab die Parlamentarische Staatssekretärin des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) Rita Schwarzelühr-Sutter am 8. Juli 2021 den offiziellen Startschuss für das Forschungsprojekt „SolnetPlus“. Für die fünf Projektpartner beginnt damit die Arbeit an dem Vorhaben, das sich mit solaren Wärmenetzen als eine Lösung für den kommunalen Klimaschutz befasst.

Neben der HIR Hamburg Institut Research gGmbH sind das Deutsche Institut für Urbanistik (difu), das Solites – Steinbeis Forschungsinstitut für solare und zukunftsfähige thermische Energiesysteme, die AGFW-Projektgesellschaft für Rationalisierung Information und Standardisierung mbH und Solarthemen daran beteiligt. 

Hintergrund des Projekts ist der wachsende Erfolg von großer Solarthermie als Erzeugungstechnologie für die kommunale Wärmeversorgung. Der Zuwachs beschleunigt sich und findet aktuell sowohl in städtischen Fernwärmenetzen als auch in – meist neuen – Wärmenetzen im ländlichen Raum statt. Übergeordnetes Ziel des Vorhabens SolnetPlus ist es, diese positive Entwicklung voranzutreiben. Kommunen in Deutschland sollen darin bestärkt werden, ihren Beitrag zur Wärmewende und damit zugleich für Daseinsvorsorge und regionale Wertschöpfung zu leisten. Adressierte Zielgruppen sind zudem Versorger und weitere Marktakteure im Wärmenetzbereich.

Hamburg Institut erarbeitet Handlungsempfehlungen
Das Hamburg Institut wird sich im Vorhaben im Wesentlichen mit der Frage beschäftigen, wie sich zentrale Markthemmnisse abbauen lassen und Lösungsansätze insbesondere für Genehmigungsverfahren vor Ort und in Bezug auf Flächenverfügbarkeiten entwickeln. Dabei sollen konkrete Verbesserungsmöglichkeiten und Handlungsempfehlungen, mit der Zielgruppe Energiepolitik und Behörden, abgeleitet werden.

Als wesentliche Auswirkungen des Vorhabens werden eine Verstärkung des Zubaus an neuen Anlagen – Ziel sind rund 100 zusätzliche Megawatt Leistung bis Projektende – und somit relevante Treibhausgasminderungen erwartet. Durch besser informierte und qualifizierte Akteure sollen die solaren Wärmenetze sowohl bei den Kommunen als auch in der Wärmeversorgerbranche weiter Fuß fassen. Das Projekt läuft bis Mai 2024 und wird als innovatives Klimaschutzprojekt im Rahmen der „Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI)“ des BMU gefördert.