Wissenschaftliche Grundlagenarbeit für BMWK-Expertenkreis (seit 2023)

Methoden zur Treibhausgasbilanzierung von Produkten in der Automobilindustrie

Die HIR Hamburg Institut Research gGmbH führt im Auftrag des Umweltbundesamtes das Projekt „Methoden zur Treibhausgasbilanzierung von Produkten in der Automobilindustrie“ durch. Die Arbeit dient zur Unterstützung der Arbeitsgruppe „Dekarbonisierung der Automobilen Wertschöpfungsketten“ des Expertenkreises zur Transformation der Automobilwirtschaft (ETA) im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.

Hintergrund

Die Automobilindustrie ist eine Schlüsselbranche der deutschen Wirtschaft. Mit ihren komplexen Wertschöpfungsketten und weit verzweigten Zulieferstrukturen stellt der tiefgreifende Wandel, in dem sie sich gerade befindet, eine enorme Herausforderung dar. Um das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen und zugleich Wertschöpfung und Arbeitsplätze am Automobilstandort Deutschland zu sichern, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) den Expertenkreis Transformation der Automobilwirtschaft (ETA) ins Leben gerufen.

Mit Blick auf politische Weichenstellungen und Entscheidungen soll der ETA ziel- und adressatenorientierte Handlungsempfehlungen entwickeln. Hierzu wurden fünf Schwerpunktthemen identifiziert, mit denen sich jeweils eigene Arbeitsgruppen befassen. Eines dieser Schwerpunktthemen ist die „Dekarbonisierung der Automobilen Wertschöpfungsketten“. Verantwortlich für die Umsetzung ist das Umweltbundesamt (UBA). Im Rahmen dieses Schwerpunktthemas hat das UBA das Projekt „Methoden zur Treibhausgasbilanzierung von Produkten in der Automobilindustrie“ aufgesetzt und die HIR Hamburg Institut Research sowie Horváth und Partner als Unterauftragnehmer mit der Durchführung beauftragt.

Ziel & Vorgehensweise

Ziel des Projekts ist, den Expertenkreis mit wissenschaftlicher Grundlagenarbeit dabei zu unterstützen, möglichst praxisorientierte Handlungsempfehlungen abzuleiten. Auf diese Weise soll ein Beitrag zur Diskussion um die Notwendigkeit einheitlicherer Methoden und Standards bei der PCF-Erstellung in der automobilen Wertschöpfungskette geleistet werden, die auch auf internationaler Ebene relevant ist.

Im Rahmen des Projekts werden folgende Aufgaben bearbeitet:

  • Bestandsaufnahme und Analyse von verfügbaren Methoden zur Erstellung eines Product Carbon Footprints (PCF) für (Zwischen-)Produkte der automobilen Wertschöpfungskette
  • Identifikation von bestehenden Hemmnissen
  • Entwicklung von Vorschlägen zur Überwindung dieser Hemmnisse

Die Arbeit im Projekt ist in vier Phasen gegliedert:

  1. Sammlung und Strukturierung bestehender Methoden zur Emissionsberechnung, anschließend Auswahl von fünf Methoden zur näheren Bestandsaufnahme
  2. Stärken-/Schwächenanalyse der ausgewählten Methoden anhand eines definierten Analyserahmens
  3. Daraus abgeleitet nähere Betrachtung von drei methodischen Aspekten (Allokation, Energie und Recycling) in Form von Kurzpapieren mit Impulsen, Empfehlungen und Ansätzen für weiterführende Diskussionen
  4. Erstellung eines zusammenfassenden Diskussionspapiers