Forschungsprojekt SolnetPlus (seit 07/2021)

Forschungsprojekt SolnetPlus – Solare Wärmenetze für den kommunalen Klimaschutz

Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit untersucht das Hamburg Institut, zusammen mit weiteren Projektpartnern, solare Wärmenetze und deren Potentiale in Verbindung mit Handlungsempfehlungen für zentrale Marktakteure.

Neben der HIR Hamburg Institut Research gGmbH sind das Deutsche Institut für Urbanistik (difu), das Solites – Steinbeis Forschungsinstitut für solare und zukunftsfähige thermische Energiesysteme, die AGFW-Projektgesellschaft für Rationalisierung Information und Standardisierung mbH und Solarthemen daran beteiligt.

Hintergrund des Projekts ist der wachsende Erfolg von großer Solarthermie als Erzeugungstechnologie für die kommunale Wärmeversorgung. Der Zuwachs beschleunigt sich und findet aktuell sowohl in städtischen Fernwärmenetzen als auch in – meist neuen – Wärmenetzen im ländlichen Raum statt. Übergeordnetes Ziel des Vorhabens SolnetPlus ist es, diese positive Entwicklung voranzutreiben. Kommunen in Deutschland sollen darin bestärkt werden, ihren Beitrag zur Wärmewende und damit zugleich für Daseinsvorsorge und regionale Wertschöpfung zu leisten. Adressierte Zielgruppen sind zudem Versorger und weitere Marktakteure im Wärmenetzbereich. Informationen zum Vorhaben sowie zum Thema solare Wärmenetze sind auf der Projekt-Website solare-wärmenetze.de zu finden.

Um der bewährten, aber noch immer unterschätzten Technologie zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen und interessierte Fachleute an den Erfahrungen rund um den Bau einer Solarthermieanlage teilhaben zu lassen, zeigt der AGFW auf seiner „Plattform Grüne Fernwärme” in Text und Bild praktisch in Echtzeit, wie die Anlage entsteht. Das Bautagebuch ist unter diesem Link zu finden: https://www.gruene-fernwaerme.de/praxisbeispiele/lemgo/ikwk-blog

Hamburg Institut erarbeitet Handlungsempfehlungen
Das Hamburg Institut wird sich im Vorhaben im Wesentlichen mit der Frage beschäftigen, wie sich zentrale Markthemmnisse abbauen lassen und Lösungsansätze insbesondere für Genehmigungsverfahren vor Ort und in Bezug auf Flächenverfügbarkeiten entwickeln. Dabei sollen konkrete Verbesserungsmöglichkeiten und Handlungsempfehlungen, mit der Zielgruppe Energiepolitik und Behörden, abgeleitet werden.

Als wesentliche Auswirkungen des Vorhabens werden eine Verstärkung des Zubaus an neuen Anlagen – Ziel sind rund 100 zusätzliche Megawatt Leistung bis Projektende – und somit relevante Treibhausgasminderungen erwartet. Durch besser informierte und qualifizierte Akteure sollen die solaren Wärmenetze sowohl bei den Kommunen als auch in der Wärmeversorgerbranche weiter Fuß fassen. Das Projekt läuft bis 2024 und wird als innovatives Klimaschutzprojekt im Rahmen der „Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI)“ des BMU gefördert.

Die SolnetPlus Projekt- und Ansprechpartner sind:

Steinbeis Forschungsinstitut für solare und zukunftsfähige thermische Energiesysteme (Koordination)
www.solites.de
Patrick Geiger, 

AGFW | Der Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e.V.
www.agfw.de
Dr. Heiko Huther, 

Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH
www.difu.de
Jan Walter, 

HIR Hamburg Institut Research gGmbH
www.hamburg-institut.com
Dr. Matthias Sandrock, 

Solarthemen
www.solarserver.de/
Guido Bröer, 

Beteiligte Hersteller- und Anbieterunternehmen:

Dieses Vorhaben wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages unter dem Förderkennzeichen 67KF0119C gefördert.