Bericht an die EU-Kommission (12/2020)

Potenzial-Analyse: erneuerbare Energien und Nutzung von Abwärme und -kälte in Deutschland

In diesem Bericht der Bundesrepublik Deutschland an die EU-Kommission wird das Potenzial im Bereich der Energie aus erneuerbaren Quellen und der Nutzung von Abwärme und -kälte im Wärme- und Kältesektor in Deutschland analysiert. Mit der Studie kommt die Bundesregierung ihrer Verpflichtung nach Artikel 15 Abs. 7 der Erneuerbare-Energien-Richtlinie der EU nach. Diese hatte von allen Mitgliedstaaten eine Übersicht ihres jeweiligen EE-Potenzials gefordert.

Hintergrund & Aufgabe

Die Kommission sieht in Artikel 15 Absatz 7 der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie (RED II) die Bewertung des Potenzials im Bereich der Energie aus erneuerbaren Quellen und der Nutzung von Abwärme und -kälte im Wärme- und Kältesektor vor. Im Rahmen des Berichts werden die technischen und wirtschaftlichen Nachfragepotenziale im Bereich der Energien aus erneuerbaren Quellen und der Nutzung von Abwärme und -kälte im Wärme- und Kältesektor analysiert.

Die Bewertung der Potenziale aus erneuerbaren Energien erfolgt für den Status quo sowie die Jahre 2030 und 2050. Dies geschieht in enger Abstimmung mit der umfassenden Bewertung zur Förderung von Effizienz bei der Wärme- und Kälteversorgung, die in der Richtlinie EU Energieeffizienzrichtlinie 2012/27/EU in Artikel 14 vorgesehen ist.

Untersucht wurden die technischen Potenziale für diese Energieformen und Erzeugungsarten:

  • Sonnenenergie: dezentrale Solarthermie und Photovoltaikanlagen sowie Großflächen-Solarthermieanlagen
  • Geothermie: Tiefengeothermie, oberflächennahe Geothermie
  • Grubenwasser
  • Biomasse
  • zentrale und dezentrale Wärmepumpen mit der Wärmequelle Außenluft
  • Oberflächengewässer-Wärmepumpen und
  • Abwasser-Wärmepumpen
  • Industrielle Abwärme und -kälte
  • Abwärme aus Abfallverbrennung